Ghislaine de Féligonde – historische Ramblerrose für fehlertolerante Rosenflächen
Mit Ghislaine de Féligonde steht Ihnen eine historische Ramblerrose zur Verfügung, die romantische Blütenwolken mit moderner Projektsicherheit verbindet. Ihre zart apricotgelben bis cremeweißen Doldenblüten mit leicht süßem, nektarartigem Duft sorgen an Pergolen, Zäunen und Fassaden für ein dauerhaft attraktives Bild, während die mittelstarke Krankheitsresistenz und die sehr gute Winterhärte bis –26 °C eine langfristig stabile Pflanzung unterstützen. Die fast dornlosen, kletternden Triebe vereinfachen Schnitt- und Pflegearbeiten gerade bei langen Reihen deutlich und helfen, Bewirtschaftungszeiten zu straffen, auch wenn Pflanzfenster witterungsbedingt eng werden und ein schneller Umgang mit Hitze, Wind und Niederschlägen erforderlich ist. Als wurzelechte pharmaROSA® Rapid-Pflanze baut die Sorte ihr Wurzelsystem im ersten Jahr kraftvoll auf, erzielt im zweiten Jahr deutliche Triebzuwächse und erreicht im dritten Jahr ihren vollen historischen Zierwert mit geschlossener, homogener Flächenwirkung. Das fein verzweigte, hellgrüne Laub rahmt die kleineren, halbgefüllten Blüten elegant ein und verleiht auch größeren Park- und Siedlungsanlagen eine gepflegte, hochwertige Anmutung.
Anwendungsmöglichkeiten
| Zielbereich |
Begründung |
| Lange Rosenhecken entlang von Wegen und Grünachsen |
Die gleichmäßige Wuchsstärke und die gute Winterhärte sorgen über viele Jahre für eine geschlossene, representative Heckenlinie; als wurzelechte Rapid-Pflanze regeneriert die Sorte nach Rückschnitt verlässlich und reduziert den Nachpflanzbedarf – besonders interessant für Kommunen. |
| Pergolen, Rosenbögen und Eingangsbereiche |
Die reich besetzten, doldenförmigen Blütenstände mit ihren pastellgelben bis cremeweißen Farbabstufungen erzeugen einen einladenden Eindruck in Durchgangssituationen; der mittelstarke Duft unterstützt eine hochwertige Atmosphäre, während das kompakte Jungpflanzenformat eine schnelle, koordinierte Reihenpflanzung erlaubt – ideal für Wohnungsunternehmen. |
| Fassaden- und Zaunbegrünung im öffentlichen Raum |
Die kletternde Wuchsform mit 240–420 cm Höhe nutzt vertikale Flächen effizient und schafft eine ruhige, einheitliche Ansicht; die fast dornlosen Triebe erleichtern Unterhalt und Formschnitt entlang von Straßen, Parkplätzen und Einfriedungen, was den Pflegeaufwand in wiederkehrenden Wartungsintervallen reduziert – ein Plus für GaLaBau-Betriebe. |
| Rosenflächen an Straßenrändern und Kreisverkehren |
Die robuste, wurzelechte Ausführung verträgt Pflanzstress und Rückschnitt gut, sodass auch unter verkehrsnahen Bedingungen ein stabiles Erscheinungsbild erhalten bleibt; die kompakte Rapid-Qualität lässt sich rasch verteilen, wodurch sich enge Pflanztermine in kurzen Wetterfenstern mit Hitze, Wind oder Starkregen sicher einhalten lassen – vorteilhaft für Straßenbaulastträger. |
| Historische Parkanlagen und repräsentative Gärten |
Die 1916 eingeführte, prämierte Sorte vereint historische Anmutung mit verlässlicher Wiederblüte; ihr sanftes Farbspiel von warmem Apricot über Creme bis zu zartem Rosaschimmer fügt sich harmonisch in klassische Parkbilder ein, während die wurzelechte Entwicklung langfristig für ein stimmiges Gesamtbild mit geringem Nachpflanzaufwand sorgt – geschätzt von Parkverwaltungen. |
| Solitärpflanzung als akzentuierende Kletterrose |
Als Einzelelement an großen Pergolen oder freistehenden Bögen zeigt die Sorte ihr volles Potential: üppige Blütenbüschel, feines hellgrünes Laub und eine elegante, leicht überhängende Wuchsform; die gute Regenerationsfähigkeit wurzelechter Pflanzen unterstützt dabei die formgebende Schnittführung über Jahrzehnte – ein Argument für anspruchsvolle Privatgärten. |
| Bestäuberfreundliche Rosenbänder in Mischpflanzungen |
Die halbgefüllten, duftenden Blüten öffnen im Verlauf ihre Staubblätter und bieten damit eine zugängliche, wenn auch moderate Nahrungsquelle für Bestäuber; in Kombination mit Stauden und Blütengehölzen lassen sich so ökologisch aufgewertete, dabei jedoch gestalterisch ruhige Rosenbänder aufbauen – interessant für naturnah planende Landschaftsarchitekten. |
| Großflächige Kletterrosen-Systempflanzungen an Infrastruktur |
Die breite Wuchsspanne von 160–300 cm und die stabile, aber mittelvital wachsende Ramblerstruktur ermöglichen modulare Systempflanzungen an Lärmschutzwänden und Einfriedungen; durch den definierten Pflanzabstand und die verlässliche Durchwurzelung im Rapid-Segment entsteht eine berechenbare, pflegeleichte Rosenfläche – vorteilhaft für technikorientierte Infrastrukturbetreiber. |
Dekorationsideen
- Historische Pergolaachse – Überpflanzen Sie eine lange Pergola mit Ghislaine de Féligonde und ergänzen Sie im Vordergrund Fingerhut, um eine klassische, leicht nostalgische Parkwirkung zu erzielen – ideal für öffentlich zugängliche Parkanlagen.
- Romantischer Rosenbogen – Setzen Sie die Sorte beidseitig eines Rosenbogens ein, kombiniert mit hellen Stauden und strukturierenden Gehölzen, um Eingangsbereiche von Wohnanlagen weich zu rahmen – passend für Wohnungsbaugesellschaften.
- Zurückhaltende Fassadenbegrünung – Führen Sie die Ramblerrose an Spalieren entlang heller Hauswände und kombinieren Sie sie mit dezenten Begleitstauden für eine gepflegte, aber nicht überladene Optik – geeignet für Hotellerie und Gastronomie.
- Naturnahe Zaunlinie – Bepflanzen Sie lange Zäune mit dieser fast dornlosen Sorte und unterpflanzen Sie sie locker mit Waldreben, um eine lockere, bestäuberfreundliche Struktur zu schaffen – sinnvoll für naturnah geplante Siedlungen.
- Ruhiger Rosenhof – Nutzen Sie Ghislaine de Féligonde an Mauern und Rankhilfen rund um Innenhöfe und kombinieren Sie sie mit Kousa-Hartriegel, um ein strukturiertes, ganzjährig ansprechendes Bild zu erzeugen – empfehlenswert für Bildungs- und Pflegeeinrichtungen.
Fachliches Sortenprofil
| Merkmal |
Daten |
| Name und Registrierung |
Ghislaine de Féligonde ist eine historische Rambler- und Kletterrose aus der Handelsgruppe „Historische Rose“. Sie wird u. a. unter Ghislaine de Féligonde Történelmi rózsa Turbat gehandelt; anerkannter Ausstellungsname der ARS ist „Ghislaine de Féligonde“. |
| Herkunft und Züchtung |
Die Sorte entstand 1916 bei Eugène Turbat & Compagnie in Orléans, Frankreich, aus der Kreuzung ‘Goldfinch’ × unbekannter Sämling. Sie zählt zu den historischen Hybrid-Multiflora- und Hybrid-Musk-Rosen und ist gärtnerisch nicht offiziell registriert. |
| Auszeichnungen und Anerkennungen |
Bereits im Einführungsjahr 1916 erhielt die Sorte beim Internationalen Wettbewerb für neue Rosen in Bagatelle (Paris) ein Certificat de Mérite. Später wurde sie von der Royal Horticultural Society mit dem Award of Garden Merit (RHS AGM) für gärtnerische Qualität ausgezeichnet. |
| Wuchs- und Aufbaucharakteristika |
Vigorose, kletternde Ramblerrose mit 240–420 cm Höhe und 160–300 cm Breite. Die Triebe sind nur schwach bestachelt und damit gut handhabbar. Dichtes, hellgrünes, leicht glänzendes Laub sorgt für eine geschlossene, ordentliche Fläche und stützt den historischen Gesamteindruck. |
| Blütenmorphologie |
Halbgefüllte, becherförmige Blüten mit 13–25 Petalen in dichten Doldenständen. Die Blütengröße liegt im Bereich S (1–4 cm), optisch als feine, aber sehr reich erscheinende Blütenwolken. Die Sorte remontiert, wobei die zweite Blühwelle etwas schwächer ausfallen kann. |
| Farbdaten und Phänologie |
Die Knospen starten warm apricot- bis goldgelb (RHS 12C/11B) und hellen zu cremegelb mit zartem Rosaschimmer an den äußeren Blütenblättern auf. Bei Hitze bleichen die Farben schneller aus, wirken jedoch weiterhin weich pastellig. Insgesamt entsteht ein harmonischer, mehrfarbiger Pastelleindruck. |
| Duft und Aroma |
Die Sorte duftet mittelstark mit süßem, nektarartigem Charakter, der in der Nähe der Pflanze gut wahrnehmbar ist. In geschützten Lagen können Pergolen, Bögen und Fassadenbereiche olfaktorisch aufgewertet werden, ohne dass der Duft in stark frequentierten Bereichen dominant wirkt. |
| Hagebutten-Eigenschaften |
Gelegentliche Ausbildung kleiner, kugelförmiger, roter Hagebutten (RHS 46A) mit etwa 5–9 mm Durchmesser. Die Hagebuttenmenge variiert je nach Schnittregime; sie können in extensiveren Anlagen zusätzlich dezente Herbstakzente setzen. |
| Widerstandsfähigkeit und Winterhärte |
Gute Winterhärte bis etwa –26 bis –23 °C (RHS H7, USDA 5b, schwedische Zone 4). Krankheitsresistenz insgesamt mittel mit moderater Anfälligkeit gegenüber Mehltau, Schwarzfleckenkrankheit und Rost; im professionellen Einsatz sind gezielte, situationsabhängige Pflanzenschutzmaßnahmen ratsam. |
| Gärtnerische Empfehlungen |
Empfohlen für Pergolen, Rosenbögen, Wände, Zäune und Solitärstellungen im Park. Für Hecken etwa 130 cm, für Massenpflanzungen rund 140 cm Abstand, als Solitär circa 220 cm. Pflanzdichten von 0,5 Pflanze/m² (quadratisch) bzw. 0,6 Pflanze/m² (hexagonal) haben sich für gleichmäßige Flächen bewährt; halbschattige Standorte werden gut toleriert. |
Ghislaine de Féligonde verbindet romantische, duftende Blütenwolken mit fehlertoleranter, regenerationsstarker wurzelechter Rapid-Qualität und sorgt so auf langen Hecken, Pergolen und Zaunlinien für eine dauerhaft homogene Rosenfläche – eine überlegte Wahl für Ihr Projekt.